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Trauer und Lebensfreude

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Séminaires ETEKI asbl

Werden Sie sich Ihrer Werte, Bedürfnisse
und Gefühle bewusst, ...

"Im Leben macht man nicht was man will, aber man ist für das verantwortlich, was man ist"

Jean-Paul Sartre


"Sich selbst sein und sein Leben leben!"

Olivia Ruiz

Ein Mensch, der dafür verantwortlich ist, was er ist, ist ein Individuum, das über die Fähigkeit verfügt, das ICH in seiner Sprache zu verwenden. Dieses ICH impliziert, dass das Subjekt gewordene bzw. das sich auf dem Weg dahin befindende Individuum, seine Gefühle, seine Bedürfnisse und Wünsche und vor allem seine inneren Erlebnisse und die Erwartungen hinsichtlich seiner Wünsche ausdrückt. In Bezug auf seine Erlebnisse ist seine Sprechweise nicht mehr anklagend, sondern erklärend und wird dadurch persönlich und menschlich.

Nach Marshall Rosenberg hat der anklagende Kommunikationsstil tief greifende philosophische und politische Wurzeln. Mit dieser Kommunikationsart wendet sich der Mensch dem zu, was um ihn herum passiert. Sobald sich Individuum seinem Innersten zuwendet und widmet, gehört es nicht mehr zur Rasse der unterworfenen und fügsamen Subjekte.

Ein Subjekt, das in der ICH-Perspektive spricht, unterscheidet zwischen seinen Bedürfnissen und seinen Wünschen. Darüber hinaus ist das Subjekt bzw. das werdende Subjekt viel kritischer in Bezug auf sein Umfeld. Es vertritt seine eigene Meinung, lässt sich nicht von einem beliebigen Argument überzeugen – vor allem dann nicht, wenn das betreffende Argument im Widerspruch mit seinen eigenen Bedürfnissen und moralischen Vorstellungen steht – und kommt mit den Konsequenzen seiner Meinungen und Taten zurecht.

Im Rahmen meiner Tätigkeit als Sozialpädagogin ist es mir wichtig, die behandelte Person

  • zu einer kritischeren Einstellung zu bewegen, damit sie nicht blind erleidet,
  • damit sie lernt Entscheidungen zu treffen, die ihrer "Subjektwerdung" zugute kommen,
  • zum Ausdruck ihres ICHS verhelfen, damit sie sich besser auf ihr eigenes Wohl fokussieren kann.

Erziehung ist gleichbedeutend mit der Tatsache zu überlegen, wie am besten vorgegangen wird. Dies umschließt ebenfalls die Vermittlung einiger grundlegenden Erziehungsgrundlagen, damit die behandelte Person Vertrauen in ihre eigene Mittel gewinnen kann. Dies erfolgt durch die Sprache, das Zuhören und die Verwendung von Medien (Zeichnungen, Schreiben, ...) !

Miguel Benasayag definiert diese Vorgänge in seinem Buch "Les passions tristes" folgendermaßen: "Dem Projekt des Zuhörens und der Hilfestellung muss eine Vorarbeit an sich selbst, deren Ziel darin besteht, Personen nicht mehr zu etikettieren, vorangehen. Die reicht jedoch bei Weitem nicht aus. Man muss über sich hinausgehen und anderen, Mitmenschen oder Familienmitgliedern, helfen, ebenfalls dieses Etikett abzulegen, mit dem man sich oft identifiziert und es als Seinsart assimiliert". Dies erfolgt über die Sprache und die Kommunikation und erwirkt eine Sicht auf die Vielseitigkeit des Individuums oder der Familie, und führt zur Entdeckung der Fähigkeiten unser Mitmenschen. Durch die Entdeckung seiner eigenen Kompetenzen und Fähigkeiten entwickelt man eine Wesensart, die einem selbst entspricht, und dazu kreativer, dynamischer, weniger abwehrend und gewaltfreier ist.

In diesem Kontext

  • ist es ebenfalls wichtig, folgende Aspekte zu kennen:
  • die Vielfalt der Facetten seiner Gefühle,
  • die Möglichkeit von sich selbst in der Ich-Form zu sprechen,
  • seine eigene Gefühlswelt und Bedürfnisse,
  • den Hintergrund seiner Verhaltensweisen
  • die relationale Kommunikation, welche die Bereitschaft zu teilen und etwas in Worte zu fassen, fördert,

um "den Mut, sich selbst zu sein" aufzubringen.